liebesluft presse
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Oberösterreichische Kronenzeitung Balduin Sulzer - Gastspiel Linz (29. Oktober 2010)

"Liebesluft - ein Windsingspiel" als Gastauftritt des Festivals "Hausruck 2010" im großen Haus des Linzer Landestheaters: eine fulminante Parodie und giftspritzende Satire auf eine heilige oberösterreichische Kuh, die Blasmusikkapellen und ihre filigranen gesellschaftlichen und gruppendynamischen Strukturen samt den dazugehörigen hypersensiblen Psychobefindlichkeiten. Norbert Trawögers umwerfend treffsichere Opernstory, dazu die in ihren Verfremdungen der herkömmlichen Blasmusikästhetik schlichtweg genialen Musik Gunter Waldeks - das "Wertungsspiel" und die gezielten Falsch-Intonationen suchen ihresgleichen; man müsste wohl ins tiefste Kalabrien auswandern, um je wieder einen derart  kläglichen Trauermarsch zu hören, wie man ihn im  "Windsingspiel“ genießen durfte. Begeisterter Applaus für die als Sopranistinnen und Flötistinnen gleichermaßen bravourösen Eva Maria Schmid und Kerstin Möseneder; für den Strahletenor Martin Kiener (Giovi); für den Prachtbaß Reinhard Mayr (Calcantus, Frl.Kalkantinger und virtuoser Baßflügelhornsolist); für Alexander Hauer (Regie) und Norbert Hebertinger (Dirigent).



Oberösterreichische Kronenzeitung Balduin Sulzer - Uraufführung (16. Mai 2010)
Lautstarker Publikumsjubel in der ausverkauften Pöttinger Ausstellungshalle Grieskirchen für das "Windsingspiel Liebesluft", welches die oft kompliziert verwickelten Grundbefindlichkeiten des heimischen Blasmusikwesens kunstgerecht auf die Schaufel nimmt. Die von Norbert Trawöger textlich in gekonnter Persiflage abgehandelten 4 Bilder wurden vom Komponisten Gunter Waldek in herzhaftgriffige, oft nach Pop, aber auch nach Serialität schielende Blechmusikparodien gegossen und von hochqualifizierten Vokalisten, die allesamt auch meisterliche Instrumentalisten sind - etwa die als Flötistinnen und Sopranistinnen gleichermaßen punktenden Eva Maria Schmid und Kerstin Möseneder; der als Tenor und Bassflügelhornist überzeugende Martin Kiener; und - als Star des Abends - der am Zürcher Opernhaus beheimatete Reinhard Mayr als sonorer Bass sowie als bravouröser Stimmfalsettist und Tenorhornbläser - effektvoll über die Rampe gebracht. Der Regisseur Alexander Hauer und ein von Norbert Hebertinger gewissenhaft vorbereites Bläserensemble taten das Ihre, dem unterhaltsamen Stück einen gelungenen Start zu ermöglichen.

Volksblatt Christine Grubauer (18. Mai 2010)