klangReden. ist ein wucherndes poetisches schreibprojekt weitum musik.
aus "expositio"
(.....) Ich nehme wunder wohin sich die Zeit beseitigt hat, bin ich doch phasenweise in einen Sekundenschlaf, einen Schwellengesang, eine Transitmusik gekippt, die in süßer Anarchie jenseits von dort führt. Gerade an den explosionsbereiten Rändern nutzen die Lavaströme das Ermüdungspotential ihrer Eruptionsbahnen gerne aus. Zu wahr, um schön zu sein. Ein Naturereignis, das keinen unerklärbaren Phänomenen frönt und noch zu späterer Stunde als Ohrwurm herumkriecht, der jedem Lärm die Stacheln aus dem Klangfleisch zieht, um in den Gesang der stillenden Mütter einzustimmen. Gurgelmutterschaft, die die Töne zum Fliegen bringt (.....)
Das Vogelstück verlangt eine Gelenkigkeit, ein gehöriges Rachepotential, das bis heute ein Zucken in den Knien verursacht. Der Mensch ist ein Tänzer, der sich in Ländereien wegdrehen will, in denen Kein Stundenplan am Tagesprogramm stehen. In die Vollen greifen. Keinerlei Vegitarismus. (.....)
Ich kippe in ein Purgatorium, eine Musik der Läuterung, die mir das Denken reinigt und in ihrer Augenblicklichkeit von der Ewigkeit zu erzählt. Es ist keine Erzählung, in der ich nur Horchender bleiben kann, sondern zum Transformationsverbündeten per se werde. Meine Trommelfelle werden zu Seismographen erhellender Eskalation werden. Ich stöbere Nester auf, grabe Gänge und finde das “Halleluja” und die Hymne engumschlungen im Bett. Sie zeugen im Klangrausch ein Kind. Publikumsseitig wurde mit Euphorie reagiert. In Bad Ischl wohlgemerkt. (.....)
klangReden. als leseperformance in der galerie forum wels - oktober 2010 fotos von francesca canali